Netzwerk St. Marienthal - Schulen ohne Grenzen

Im Dreiländereck Deutschland - Polen - Tschechien unweit der sächsischen Stadt Görlitz liegt das Kloster St. Marienthal. Seit Beginn der 90er Jahre ist St. Marienthal der Sitz eines Internationalen Begegnungszentrums, dessen wichtigstes Anliegen es ist, Brücken zu bauen zwischen den Ländern West- und Osteuropas.

1994 erhielt die St. Ursula-Schule Hannover das Angebot, ein europäisches Schulnetzwerk aufzubauen, das gemeinsame Projekte organisieren und in St. Marienthal regelmäßig internationale Schülerseminare durchführen sollte.

Seit seiner Gründung ist das Schulnetzwerk, das seit 2013 den Namen Netzwerk St. Marienthal trägt, auf nunmehr 12 Schulen aus neun europäischen Nationen angewachsen. Es verbindet mittlerweile Partner von Schweden bis Italien und von Wales bis Litauen.

Das Ziel, das sich das Netzwerk St. Marienthal gesetzt hat, ist es, durch Schaffung eines "europäischen Bildungsraums im Kleinen" und durch die Förderung persönlicher Kontakte jungen Menschen das Ideal eines vereinten Europas zu vermitteln und bei ihnen die Bereitschaft zu wecken, an der Lösung wirtschaftlicher, politischer, sozialer und ökologischer Probleme über Grenzen hinweg mitzuarbeiten.

Die beiden ersten Seminare des Netzwerks, die in St. Marienthal stattfanden, waren im Wesentlichen Planungstreffen, bei denen Konzepte für die künftige Arbeit entstanden. Die Schülerseminare, die folgten, untergliederten sich in Zeitzeugenseminare, in denen Erinnerungsarbeit geleistet wurde, und interkulturelle Seminare, die sich mehr aktuellen Themen widmeten. In den Zeitzeugenseminaren konnten die Teilnehmer z.B. mit Holocaust-Überlebenden sprechen und mit ihnen Gedanken und Erfahrungen austauschen; auch Unterdrückung und staatliche Gewalt in der Zeit des Kommunismus stand dort im Blickfeld. Zu den aktuellen Themen der interkulturellen Seminare gehörten so unterschiedliche Bereiche wie behindertengerechtes Bauen, Europas Umgang mit Flüchtlingen oder das europäische Theater. Weit über eintausend junge Europäer haben seit dem Gründungsjahr 1994 an den Projekten des Netzwerks teilgenommen.

 

Zeitzeugenprojekt "Erinnern für die Zukunft"

Einen anschaulichen Eindruck vom Projekt der Begegnung mit Zeitzeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus vermittelt die Homepage zum Seminar, das unter dem Motto "Erinnern und Zukunft" vom 06.-13. Oktober 2010 in St. Marienthal stattfand. Schilderungen des Seminargeschehens, Fotos und ein Video geben Zeugnis von der Vielfalt und Intensität dieser Begegnung.

 

Netzwerk St. Marienthal – 20 Jahre in 10 Minuten

     

Interreligiöse Dialoge - Seminar in St. Marienthal Oktober 2015

Ein Seminar ganz anderer Art fand vom 4.-11. Oktober 2015 in St. Marienthal statt. Es beschäftigte sich mit Glaubensinhalten, Traditionen und Praktiken von Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus. Das Treffen sollte einen Dialog anstoßen, der zu besserem Verständnis anderer Religionen, zu Toleranz und gegenseitigem Respekt führt. Siehe dazu "St. Marienthal 2015".

Seminarvideos

Während der Seminare und in den Phasen der Vorbereitung entstand eine große Zahl von Videos, die einen Eindruck von der Arbeit des Netzwerks geben und die thematischen Zusammenhänge veranschaulichen. Neben Filmen, die an den verschiedenen Schulstandorten überall in Europa gedreht wurden, gehören dazu auch Kurzfilme und Videoclips, die die Seminarteilnehmer in St. Marienthal in internationalen Teams unter der Leitung von Fachleuten produzierten. Außerdem erhalten "Alumni", ehemalige Teilnehmer an Seminaren sowie Mitbegründer des Netzwerks, das Wort. In Video-Interviews berichten sie von persönlichen Erfahrungen und reflektieren über die Bedeutung internationaler Jugendbegegnungen.

Onlineradio

Einige der interkulturellen Seminare wurden von internationalen Onlineradio-Redakteuren begleitet, die zu den jeweiligen Themen recherchierten und verschiedene Aspekte in Podcasts darstellten. Diese Podcasts wurden durch Texte und Fotos ergänzt. 

Link zur Onlineradio-Seite des Seminars "Visionen 2020 - nachhaltiges Leben in Europa"

Internationellt arbete

Aus dem Archiv: So kommentierte unsere Partnerschule in Köping / Schweden das Gruppenfoto der Teilnehmer am Seminar "Gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus".

Den 27 oktober reser Anna Ulfves och Christer Bogårdh tillsammans med eleverna Jesper Nygren, Robert Eriksson, Ida Nilsson och Malin Larsson (alla från MP) till klostret St Marienthal, Ostritz, Tyskland. Där kommer man att under tio dagar arbeta tillsammans med gymnasieungdomar från åtta deltagarländer kring temat "Mot rasism och främlingsfientlighet".